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Das erste echte Outdoor Bett

Zwei Outdoor Betten stehen auf einer Wiese im Sonnenschein.

Das Besondere unter den Outdoor Betten

Am 13. April 2022 wurde die Europäische Patentanmeldung der SkyHeia veröffentlicht. Ein Gebrauchsmuster wurde bereits am 24. Februar 2022 vom Deutschen Patent- und Markenamt bekannt gemacht. Wir haben also ein neues Bett erfunden. Und auf diese Erfindung sind wir bei SkyHeia, natürlich stolz. ☺️

Aus diesem Anlass möchte ich in diesem und den folgenden Beiträgen ausführlich die Geschichte unseres Betts erzählen, warum die SkyHeia so besonders geworden ist, wie sie ist. Ich möchte zeigen wie viele Ideen in diesem Bett stecken, die wir gemeinsam mit schlauen und begeisterten Menschen entwickelt und in die Tat umgesetzt haben.

Wir bezeichnen die SkyHeia gerne als erstes echtes Outdoor-Bett. Warum? Weil alle bisherigen ‚Outdoor-Betten‘ nach unser Überzeugung und Erfahrung keine Betten sind, sondern Liegen. Auf einem Feldbett etwa kann man zwar die Nacht verbringen, aber es hat nichts zu tun mit dem Komfort eines Betts mit Matratze, wie wir es aus dem heimischen Schlafzimmer kennen.

Wenn ich unsere Erfindung heute betrachte, kommt mir alles ganz einfach vor. Klar, ist das Bett aus wetterfestem Aluminium. Logisch ist es zerlegbar und in zwei Taschen einfach transportierbar. Natürlich sind Insekten- und Regenschutz an einer Kuppel aus Zeltstangen befestigt. Und logischerweise hat das Bett seinen Preis, weil wir es in Deutschland in präziser Handarbeit herstellen und hochwertigste Materialien verwenden.

Klar ist das heute. Völlig unklar war das alles im Jahr 2017.

Wie wird man zum Erfinder?

In diesem und den folgenden Beiträgen möchte ich einmal ausführlich erklären, warum die SkyHeia so geworden ist, wie sie ist.  Was macht sie besonders? Was unterscheidet sie von anderen Betten? Warum sieht das Outdoor-Bett so aus wie es aussieht? Schließlich ist am Ende der Weg das Ziel und können andere »Erfinder« hier und da ein bisschen Inspiration für ihre Unternehmungen brauchen.

Vielleicht möchte ich aber auch ein Stück weit zeigen, wie viel Ideenreichtum und harte Arbeit in der Erfindung eines völlig neuen Outdoor-Betts stecken. Nur mit großem Aufwand konnte die SkyHeia zu solch einem außergewöhnlichen wie einzigartigen Produkt werden. Und darauf bin ich, sind wir alle bei SkyHeia, natürlich auch ein kleines bisschen stolz. ☺️

Das richtige Material

Klar war uns damals im Jahr 2017, dass wir ein Bett brauchten, das in erster Linie wetterfest sein musste, damit es auch mal draußen stehen bleiben kann. Carbon als Werkstoff? Viel zu teuer. Holz? Ein Werkstoff, der mir als Sohn eines Försters sehr sympathisch ist. Meinem Mitgründer Marco, der in einer Schreinerei aufgewachsen ist und selbst schon einige Betten aus Holz gebaut hat, liegt dieses Material natürlich auch viel näher. Allerdings: Auf Dauer nicht wetterfest. Also blieb nur ein rostfreies Metall. Nur welches? – Edelstahl? Viel zu teuer und viel zu schwer.

Dann also Aluminium! Mittlerweile ein nicht mehr so günstiger, aber dafür leichter und zu 100% recyclebarer Werkstoff. Ein Bett aus recycelten Getränkedosen – das wäre ein Traum! So machten wir uns auf die Suche nach einem entsprechenden Lieferanten. Allerdings mussten wir feststellen, dass sich aus Getränkedosen derzeit technisch noch kein Alu-Bett herstellen lässt. (Zumindest noch nicht, aber es könnte bald soweit sein.)

Ein Aluminium mit gutem CO2-Fußabdruck?

Bei unseren Recherchen landeten wir unter anderem bei dem Unternehmen Hydro, einem der weltweit führenden Aluminium-Produzenten, der zu gut einem Drittel dem norwegischen Staat gehört. Das besondere an Hydro: Sie produzieren Aluminium mit einem CO2-Fußabdruck, der nur ein Viertel so groß ist wie im weltweiten Durchschnitt der Aluminium-Produktion. Der Clou: Hydro setzt für das Aluminium Reduxa Wasserkraft als Energiequelle ein. Für uns war das die perfekte Übergangslösung auf dem Weg zum Outdoor-Bett aus Dosen. Damit war die Materialfrage also geklärt.

Individuell gepresste Profile

Natürlich gab es keine genau für unser Bett passenden Aluminiumprofile zu kaufen. Aber für ein Unternehmen wie Hydro gehört es zur alltäglichen Arbeit, spezielle Werkzeuge zu bauen, durch die zähflüssiges Aluminium durchgepresst wird, um nach dem Aushärten genau in der Form zu erscheinen, die wir brauchten. Insgesamt 9 verschiedene Hohl-Profile sind so für unser Bett entstanden, deren Dimensionen (Höhe, Breite, Wandstärke) vorher statisch genau berechnet wurden und natürlich auch unseren optischen Ansprüchen genügen mussten – etwa hinsichtlich des Verhältnisses Höhe zu Breite und Abrundungen.

Eine einzigartige Konstruktion

Einfach aufbauen. Einfach abbauen.

Im eigenen Bett schläft es sich bekanntlich am besten. Diesen Komfort wollten wir SkyHeia-Besitzern zum ersten Mal überhaupt auch unterwegs ermöglichen. Deshalb musste unser Outdoor-Bett unbedingt transportierbar sein. Die Vorstellung, ein Bett einfach im Auto mitnehmen zu können und es überall im Urlaub schnell aufstellen zu können, war eine unserer Hauptmotivationen. Aber damit wurde es kompliziert.

Unser Anspruch: Der Auf- und Abbau des Betts sollte in 2 Minuten und ohne Werkzeug möglich sein, es dürften keine Kleinteile dafür nötig sein, die man unterwegs zu einfach verlieren könnte und es benötigte ein möglichst kleines Packmaß, damit das Outdoor-Bett in jeden Kofferraum passen würde und wir das Bett gleichzeitig als Standard-Paket und nicht per Spedition versenden können.

Stecken und Schließen

Die Konstruktion, die einen Auf- und Abbau ganz ohne Werkzeug ermöglichen sollte, schien im ersten Moment ganz natürlich und naheliegend: die Einzelteile zusammenstecken und mit Spannverschlüssen arretieren. Und wir waren überrascht, dass noch niemand vor uns auf diese Idee gekommen war, und wir etwas wirklich Neues erfunden hatten. 6 Steck-Spannverbindungen gibt es heute an der SkyHeia, einen an jeder der 4 Bettecken und einen in der Mitte jeder der 2 Seitenholme. Und genau diese Mittelverbindungen waren die größte Herausforderung.

Wie konnten wir die zwei Meter langen Seitenholme teilen und mit dem gleichen einfachen Mechanismus wieder stabil verbinden? Schließlich muss das Bett gerade in der Mitte der größten Belastung standhalten. Eine konstruktive Lösung für dieses Problem zu finden, hat uns viel Zeit des Denkens, Testens, Verwerfens und Neuanfanges gekostet. Aber wir sind dran geblieben und die Lösung des Problems macht uns ein bisschen stolz.

Beim nächsten Mal erzähle ich Dir mehr über diese besondere Verbindung und welchen Stellenwert Nachhaltigkeit im SkyHeia-Konzept hat. Wenn Du über das Erscheinen des Artikels informiert werden möchtest, dann trage Dich gerne für unseren Newsletter ein.

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